Schutz statt Verbot
Das Projekt setzt auf Hinweise, Kontext und die Möglichkeit, das Risiko bewusst zu akzeptieren.
ProtectScan ist ein Open-Source-Projekt, das Nutzerinnen und Nutzer vor gefährdenden Inhalten warnt, ohne die Kontrolle über den Browser aus der Hand zu nehmen.
Das Projekt setzt auf Hinweise, Kontext und die Möglichkeit, das Risiko bewusst zu akzeptieren.
Die Auswertung passiert clientseitig auf dem eigenen Gerät und bleibt damit transparent und nachvollziehbar.
ProtectScan ist ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für kritisches Prüfen, eigene Recherche und gesunden Zweifel.
ProtectScan möchte die Internetsicherheit fördern, indem es gefährdende Inhalte im Internet erkennt und den/die Nutzerin/Nuter warnt.
Wichtig ist dabei: Niemand wird in seiner Freiheit eingeschränkt! Anders als bei herkömmlicher Zensur werden keine Inhalte gebannt oder versteckt, was bloß Verdrängung fördern würde.
Außerdem besteht das Problem, dass eine alles einschränkende Firewall auf den meisten Geräten nach wenigen Tagen im Papierkorb landen würde, aus dem einfachen Grund, dass sie das Interneterlebnis stört. Wichtig ist also, dass Problem und die gefallene eigene ENtscheidung präsent zu halten.
ProtectScan setzt daher auf Aufklärung und Schutz, verbunden mit der Option das "Risiko zu akzeptieren". So können Nutzende selbst entscheiden, ob sie eine Warnung beachten oder ignorieren möchten. In jedem Fall wird der gefundene Begriff markiert und einer Kategorie zugeordnet. Somit ist klar, wesshalb die Seite gebannt wird
und nutzende können, ohne sich diesem möglichen Trigger auszusetzen entscheiden, wie sie handeln wollen. Hilfsangebote werden zusätzlich verlinkt, auch sie sollten im kollektiven Bewusstsein der Gesellschaft bestehen, um betsen Schutz für Betroffene gewährleisten zu können.
Es ist aber grundsätzlich eure Entscheidung! ProtectScan steht völlig hinter den OpenSource Idealen und bietet neben vollständiger Einsicht in den Code und der Möglichkeit zu "Contributen" auch Erklärungen und Freiheit, eigene Begriffe und Kategorien hinzuzufügen bzw. zu bannen.
Sichere Seiten, die fälschlicherweise auffgefallen sind weil sie beispielsweise für Bildung oder Kunst Begriffe enthalten können eigenständig oder über das Kontaktformular auf die "Whitelist" gesetzt werden.
Wichtig ist, dass ProtectScan nur ein Werkzeug ist. Letztendlich liegt die Verantwortung für das eigene Handeln und die eigene Sicherheit bei jedem selbst. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die in irgendeiner Art entstehen könnten!
Die Idee zu ProtectScan entstand 2025, als ich mich auf die Suche nach einem Thema für meine SIA-Arbeit machte.
Bei der SIA handelt es sich um die "Schüler Ingenieurs Akademie", die am Ende der gymnasialen Oberstufe meines Stipendienprogrammes steht und einen Ersatz zur mündlichen Abiturprüfung in Baden-Württemberg darstellt.
Neben den faszinierenden technischen Details wollte ich ein Thema wählen, dass auch gesellschaftliche Relevanz und sinnstiftenden Charakter enthält.
In einem SPIEGEL-Artikel wurde mir bewusst, wie die Angst und das Unwissen über Gefahren im Internet zu politischer (besonders rechter) Gewalt, Polarisierung und Misstrauen führt. Neben dem Schutz vor diesen Inhalten geht es mir also sehr stark auch um die Präsenz im Internet, die Nutzenden das Gefühl von Schut, Sicherheit und Vetrauen bieten kann und gleichzeitig auf die Gefahren nicht verdrängt, die weiterhin für andere bestehen.
Im Internat kennt man die Jugendschutzrichtlinien der Firewall und klassische Zensur und lernt schnell diese zu umgehen, ohne sich dabei Gedanken über ihr eigentliches Ziel zu machen. Meine Hoffnung ist es, durch dieses Projekt ein Sympatisches Gegenüber zu konstruieren, dass einen auf Augenhöhe auf Risiken hinweist und ohne einen einzuschränken schutz bietet.
Das ProtectScan Browser-Plugin wird Kundenseitig im Browser integriert. Dabei sind auch alle nötigen Datenbänke, die nicht schon vom Browser gestellt werden, dort integriert. Das ist wichtig, damit es weder IT-Admins noch Netzwerkmitnutzenden oder meinen Softwares möglich ist, daraus Rückschlüsse auf den Internetkonsum der nutzenden Person zu ziehen.
Nach starten der Suche greift ein Content-Script auf die Inhalte der sogenannten "DOM"-Container der Webisten bzw. KI-Antworten des Browsers zu. diese werden dann mit bekannten Begriffen der Datenbank abgeglichen, im Falle einer Übereinstimmung wird ein anderes Script benachrichtigt, dass die Kategorisierung und das Vervollständigen eines entsprechenden Popups übernimmt.
ProtectScan ist derzeit in zwei Varianten verfügbar: eine nutzte MV1 (Chrome-Standard) und eine MV3 (Firefox und Tor). Da die Integration in Tor etwas aufwändiger ist liegt den entsprechenden Daten hier weiteres Anschauungsmaterial bei.
Weitere Inforamtionen können einfach meiner schriftlichen Arbeit entnommen werden, die die den Downloads zu finden ist!
ProtectScan ist ein Werkzeug, das helfen soll, sich im Internet sicherer zu bewegen. Es ersetzt aber weder eine kritische Auseinandersetzung mit Inhalten noch die eigene Recherche.
Es besteht immer die Möglichkeit, dass Inhalte fälschlicherweise als gefährdend erkannt werden (False Positives) oder gefährdende Inhalte nicht erkannt werden (False Negatives). Das sollten Nutzende trotz allem in ihren Gedanken behalten.
Zudem kann die Nutzung von ProtectScan ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. Letztendlich liegt die Verantwortung für das eigene Handeln und die eigene Sicherheit bei jedem selbst. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden. Egal welcher Art.
Es ist wichtig, dass Nutzende sich dieser Risiken bewusst sind und ProtectScan als ein Hilfsmittel betrachten, das sie in ihrer eigenen Verantwortung unterstützt.
Zudem betone ich, dass gerade bei der Verwendung von Tor weietere Risiken dazukommen, ich bitte den genaueren Text dazu zu lesen.
Klar ist jedenfalls, dass alles, was ich tut, was sonst kaum jemand tut, euch von deren Internetkonsum abhebt. Das bedeutet das "Fingerprinting" (Das erstellen eines Nutzer:innenprofils durch andere Organisationen, Hacker:innen und Script-Kiddies) erleichtert und theoretisch auch eine Fläche für Angriffe geboten wird. Wir sind dauernd dabei neue Lösungen zu finden und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber gesagt werden muss dieser Fakt trotzdem.
Des Weiteren kann die Verwendung eines jeden Plugin die Browsergeschwindigkeit nach unten Generieren. Bei meinen bissherigen Tests ist Chrome und Firefox habe ich in der Performence zwar bisher keine Einbußen messen können, mit Wachstum der Datenbänke könnte dieser EInfluss jedoch steigen.